Mit dem Projekt „Historische Schweinehut“, das es so nur im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck gibt, kann den Museumsbesuchern praktisch hautnah ein Stück Wirtschafts- und Kulturgeschichte unserer Region im Museum vermittelt werden.
Historische Schweinehut im Freilichtmuseum
Jeden Nachmittag ab Mai lassen wir Punkt 14 Uhr im wahrsten Sinne des Wortes im Museum die "Sau raus"! Dann wird auf ein Signal der Hirtin oder des Hirten hin die Tür des Schweinestalls geöffnet und unsere zehn Weideschweine laufen wie auf Kommando auf den Hof vor der Stallscheune. Sie sammeln sich alle gleich bei der Hirtin oder dem Hirten, denn natürlich gibt's da erst mal was zu fressen. Anschließend geht es in meist geordnetem Zug durchs Museumsdorf in den Wald zur Weide. Was für eine Lust für ein Weideschwein, wenn es dort den weichen Waldboden umgraben und nach kleinen Tieren und Pflanzenwurzeln graben darf... Zurück zum Dorfbrunnen, darf dann am Dorfbrunnen getrunken werden, bevor es in raschem Tempo durch den Wald hinter dem Schul- und Rathaus zur "Saukuhle" hinter dem Schwarzwaldhof und zur saftigsten Wiese im Museum geht. Nach einer knappen Stunde endet der Rundgang mit kleinen Unterbrechungen wieder zurück zur Schweinekoppel.
Warum dieses? Bis vor rund 200 Jahren wurden auch in unseren Regionen die Schweine von Frühjahr bis Herbst noch täglich vom Dorfhirten auf die Weide geführt. Anschaulich können die Museumsgäste dabei das Verhalten der Weideschweine beobachten. Die Hirtin gibt zudem an verschiedenen Punkten immer wieder vielfältige Informationen über diese alte Schweinerasse, über die Tierhaltung früher, über die Veränderung der Landschaft und des Bodens durch die Schweinehut sowie über die Geschichte des Hirtenwesens.
Vor allem für Kinder, aber auch für Erwachsene, die heute kaum mehr in Kontakt zu lebenden Schweinen kommen, ist die Vorführungen ein einmaliges Erlebnis und der absolute Renner im museumspädagogischen Angebot des Freilichtmuseums.
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