Gerhard Schleicher aus Dauchingen beim Holzrücken beim Fuhrmannstag
Zugleistung - zwei starke Pferde!
Thomas Müller aus Alfdorf mit seinen Süddeutschen Kaltblütern
Uwe Link aus Neufra/Hz. beim Hindernisfahren - immer bei den Besten.
Die Wettbewerbe
Neben den attraktiven Wettbewerben der Fuhrleute im Holzrücken, in der Zugleistung sowie im historischen Ackerwagenfahren und neben den zahlreichen landwirtschaftlichen und handwerklichen Vorführungen rund um die Kaltblutpferdehaltung wird es dieses Mal weitere interessante Angebote geben.
Holzrücken
Im Mittelpunkt des Fuhrmannstages stehen die Prüfungen für die gestandenen Fuhrmänner und Fuhrfrauen, wie etwa die Wertungsprüfung im einspännigen Holzrücken. Dabei ist ein spannender Wettbewerb unter den besten "Rückern" des Landes zu erwarten.
Auf einem wiederum neugestalteten Parcours im Waldstück und auf der Wiese vor der Seilerei sind zahlreiche schwierige Hindernisse mit dem angehängten Holzstamm zu bewältigen. Dabei zählt besonders das saubere, fehlerfreie Rücken des Stammes, und dann erst die benötigte Zeit. Gespannt sein darf man, ob es auch in diesem Jahr bei den verschiedenen Wettbewerben wieder neue Sieger geben wird und ob sich einer der neuen Fuhrleute durchsetzen kann. Vor allem beim Holzrücken, das jahrelang als klassischer Einsatzbereich für die Kaltblüter galt, haben die Fuhrleute immer weniger Gelegenheit ihre Pferde zu „trainieren“. Denn mittlerweile werden die Pferde trotz der unbestreitbaren ökologischen Vorteile nur noch in einigen Gegenden im Wald eingesetzt. Dagegen kommen die Kaltblüter immer häufiger beim Fahren zum Einsatz. Besonders Kutsch- und Planwagenfahrten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Allerdings dürften die wenigsten Fuhrleute heute noch das Fahren mit dem großen Leiterwagen gewohnt sein. Es wird interessant sein zu sehen, wer dabei am besten mit diesen schwergängigen Fahrzeugen umgehen kann, vor allem wenn es ums Rückwärtsrichten geht.
Zugleistungswettbewerb
Weit mehr um Kraft, aber auch um Eleganz im Zugverhalten geht es dagegen beim Zugleistungswettbewerb, bei dem die Gespanne einen Schlitten über eine leicht ansteigende Wiesenfläche ziehen müssen. Die Pferde dürfen dabei nur durch die Stimme des Fuhrmanns angetrieben werden. Und die Pferde ziehen ohnehin nur, was sie wollen. Da kann es auch schon mal passieren, dass ein Pferd „keine Lust“ mehr hat und den Schlitten stehen lässt. Es gibt jeweils zwei Durchgänge. Im ersten Durchgang gilt es einfach den schweren Schlitten ins Ziel zu bringen, im zweiten Durchgang gibt es auch Wertungspunkte für das Zugverhalten der Pferde und die Führung des Fuhrmanns.
Hindernisfahren
Besonders Kutsch- und Planwagenfahrten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Planwagenfahrten und damit die touristische Nutzung der Zugpferde werden ein immer wichtigerer Betriebszweig für die Kaltbltpferdehalter. Allerdings dürften die wenigsten Fuhrleute heute noch das Fahren mit dem großen Leiterwagen gewohnt sein. Beim Neuhauser Fuhrmannstag müssen die Fuhrleute zweispännig mit einem schweren Leiterwagen auf einem Parcours durchs Museumsdorf ein Dutzend Hindernisse bwältigen - in diesem Jahr auf einem neukonzipierten Parcours aufgrund der Baustelle für das Kaufhaus Pfeiffer. Es wird interessant sein zu sehen, wer dabei am besten mit diesen schwergängigen Fahrzeugen umgehen kann, vor allem wenn es ums Rückwärtsrichten, also dem "Rückwärts-Einparken" am Dorfplatz geht.
Nachwuchswettbewerb
Auch dieses Mal gibt es wieder für Einsteiger und Nachwuchsfuhrleute die Möglichkeit, quasi außer Konkurrenz am Fuhrmannstag im Museum teilzunehmen. Es gibt immer wieder Mal Fuhrleute, die gerne schon mal am Fuhrmannstag mitgemacht hätten, aber bisher wenig Übung und Erfahrung haben und sich auch wegen der bekanntlich hohen Leistungen der erfahrenen Fuhrleute beim Neuhauser Fuhrmannstag nicht getraut haben, bei den offiziellen Wettbewerben zu starten. Ihnen möchten das Museum und die Organisatoren des Fuhrmannstages die Möglichkeit geben, unter besonderen Bedingungen für eine künftige Teilnahme zu üben.