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Das Museum / Die Gebäude / C3 Schul- und Rathaus Bubsheim
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Schul- und Rathaus Bubsheim

Rechts des Dorfplatzes im Freilichtmuseum steht das stattliche Schul- und Rathaus (C3) aus Bubsheim, Landkreis Tuttlingen.
1830 baute die arme, kleine Heuberggemeinde diesen "kommunalen Mehrzweckbau", wie er in den Dörfern von ausgebildeten Architekten errichtet wurde und in dem sich zwei Klassenzimmer, die Wohnung samt Stall, Scheune und Heustock des Lehrers, das Spritzenmagazin der Feuerwehr, der Dorfarrest und das Schultheißenamt befinden.

Um seine Familie ernähren zu können, mußte der Schulmeister früher nebenher noch eine Landwirtschaft betreiben. Im Freilichtmuseum sind die Schulräume originalgetreu eingerichtet, so wie sie die Bubsheimer Schüler 1875 (Untere Klasse) und 1920 (Obere Klasse) erlebten.

Die Einrichtung der Lehrerwohnung trägt durchaus bürgerliche Züge - Zeichen der Stellung, die der Schulmeister um 1900 im Dorf "endlich" erreicht hatte.

  • Die "Wohnung" des Hilfslehrers

Der 1830 fertige Bau geriet 1842 durch zündelnde Buben in Brand, dem vor allem die rechte Seite mit der Scheune zum Opfer fiel, war aber zum Jahresende 1843 wieder bezugsfähig.

Äußerlich zeigt das Gebäude ganz den Geschmack seiner Zeit. Beide Geschosse sind relativ hoch, und zweiflügelige Fenster gliedern die verputzten Außenwände in strenger Achsordnung. Vorbild ist der städtische Massivbau, und so sind denn auch die Außenwände im Erdgeschoss und die Giebel bis zum Halbwalm massiv gemauert.

Das Raumgefüge im Erdgeschoss folgt der ländlichen Tradition, weil der breite Hausflur mit der noblen zweiläufigen Treppe das Haus ganz durchzieht und Wohn- und Wirtschaftsteil des Lehrers trennt.

Die „ökonomischen Gelasse“ bestehen aus dem Scheunengefach in normaler weite und höhe und dem Stall für 5 Stück Vieh hinter ihm und dem Gefach für die Feuerspritze. Heu und Garben müssen allerdings von Hand über einen Schacht durch das Obergeschoss in den Dachraum hinaufgezogen werden.

Auch in der Wohnung zeigt sich Bekanntes: hinter der wir oft quadratisch angelegten Stube liegen Küche und Stubenkammer – nur ist an die Stube eine weitere schmale Kammer angefügt. Zur Wohnung gehört der gewölbte Keller unter dem Vorderteil von Flur und Stube sowie eine größere Kammer im Obergeschoss. Diese dient nun den öffentlichen Funktionen.

Über die Amtsräume wurde 1858 der Ortsarrest in den Dachraum gelegt, der hier auch seiner Schornsteine wegen durch einen Brandgiebel von der Ökonomie getrennt ist.

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