Seit 30. Mai 2008 ist das Freilichtmuseum offizielle "Infostelle des GeoPark Schwäbische Alb".
Mit den Themenschwerpunkten "Landnutzung und Landwirtschaft auf der Schwäbischen Alb" in den letzten Jahrhunderten gibt das Freilichtmuseum Einblicke in die Entwicklung der Alblandschaft.
Mit der Auszeichnung zum Nationalen GeoPark Deutschland seit Dezember 2002 und der Auszeichnung zum UNESCO-GeoPark im Jahr 2004 werden die weltweit einmaligen Schätze der Schwäbischen Alb besonders herausgehoben.
GeoPark Schwäbische Alb: Erdgeschichte live erleben!
Die einzigartige geologische Vielfalt der Schwäbischen Alb – dieses über Jahrmillionen entstandene „Kapital“ stellt heute weltweit ein unvergleichlich wertvolles Vermögen dar. Erdgeschichte wird hier unmittelbar anschaulich: z.B. mit einmaligen Fossilien-Ausgrabungen, Vulkanschloten, Höhlen, Karstquellen, vielfältigenn Landschaftsformen sowie Meteoritenkratern. Die Schwäbische Alb bietet wie im Zeitraffer erlebbare, spannende und nachvollziehbare Einblicke in die erdgeschichtliche Entwicklung, von der Triaszeit bis in unsere Gegenwart.
Dass der Mittelteil des von der Schweiz bis Franken sich hinziehenden Juragebirges in diesem Sinne besonders herausragt, wurde mit der Ernennung zum Nationalen GeoPark und zum UNESCO-GeoPark eindrucksvoll bestätigt. Dadurch wird das Profil der Schwäbischen Alb als natürlicher Erlebnisraum noch weiter hervorgehoben.
Das Freilichtmuseum im GeoPark Schwäbische Alb
Neuhausen ob Eck liegt an der Südwestspitze der Schwäbischen Alb. das Freilichtmuseum ist damit Eingangstor zur Schwäbischen Alb und zum GeoPark Schwäbische Alb im Südwesten. Der Landkreis Tuttlingen ist Mitglied im neugegründeten Verein GeoPark Schwäbische Alb. Mit rund 90.000 Besuchern im Jahr ist das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck ideale Plattform und Vermittlungsstelle für die Anliegen und Ziele des GeoParks. Schwerpunkt der Vermittlung im Museum ist die Landschaftsgeschichte, die Geschichte und Auswirkungen der Landnutzung und Landwirtschaft auf die Landschaft der Schwäbischen Alb in den letzten Jahrhunderten. Hier ist das Projekt "Historische Schweinehut" ein besondere einprägsames und anschauliches museumspädagogisches Projekt zur Vermittlung der Auswirkungen der landnutzung (hier: Hutweidewirtschaft) auf die Alblandschaft.
Ausgezeichnet: Die Ziele des Geoparks
Die verliehene Auszeichnung zum Nationalen GeoPark und die Mitgliedschaft im Netzwerk UNESCO Geoparks ermöglichen nachhaltige Entwicklungen und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Sie sind nicht mit gesetzlichen Auflagen verbunden, sondern das Ergebnis eigenverantwortlichen Handelns. Sie beinhalten also keine Reglementierung von oben, sie sind vielmehr Anerkennung und Chance, die bisherige Entwicklung konsequent und nachhaltig weiter zu verfolgen.
Stärkung der Stärken – in dieser Aussage liegt das Konzept und die Zielsetzung für die Vergabe des Gütesiegels begründet. Mit herausragenden Beispielen wie dem Nationalen und UNESCO GeoPark Schwäbische Alb sollen Prozesse forciert werden, die einen Ausgleich von Ökonomie und Ökologie im Sinne der Agenda 21 sozialverträglich möglich machen.
Tiefer schürfen: Die Maßnahmen des GeoParks
Die Stärkung der Identität nach innen und außen werden durch übergreifende Kooperationsformen aller Beteiligten unterstützt. Privatpersonen, Unternehmen, Institutionen, Kommunen, Verbände, Vereine – aus diesem Initiativkreis“ entstehen die Impulse für das weitere Geopark-Profil. Dabei sind Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz ebenso „geologischer“ Bestandteil wie die wissenschaftlich Aufbereitung der erdgeschichtlichen Fakten und Potenziale.
Die Umsetzung in lebendigen Anschauungsunterricht (z.B. Informationen über Geotope und Gesteinsprodukte), Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und sinnvolle Umweltnutzung – die Faszination Nationaler GeoPark Schwäbische Alb soll durch eine Vielzahl von Maßnahmen tiefer geschürft und noch erlebnisreicher herausgearbeitet werden. Dazu zählen das bereits bestehende Alb-Guides-Projekt und der weitere Aufbau und Ausbau von GeoPark-Informationsstellen.